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Jahrgangsklassen: Im ländlichen Raume nicht zukunftsfähig!!

Bestandsfähigkeit ist im Zusammenhang mit der laufenden Schulentwicklungsplan und den erwarteten STARKIII-Förderungen ein Schlüsselwort. In der praktischen Anwendung bedeutet es, dass Betroffene Standortgemeinden auf Grund einer willkürlich festgelegten Zahl erkennen, ob oder bis wann ihr Schulstandort bestandsfähig und anschließend aufzugeben ist. Interessant ist bei dieser Thematik, dass niemand die Umkehrfrage stellt.“Wenn unsere Schule nicht mehr bestandsfähig sein soll, liegt das nun an der Schule oder an der Definition von Bestandsfähigkeit? Ein praktisches Beispiel: Nachdem auf einer Buslinie während der letzten zwei Jahre ein Passagierdurchschnitt von 5 Personen/Fahrt und eine stärkste Frequenz von 15 Personen/Fahrt festgestellt wurde, stellt sich die Frage, ob es weiterhin sinnvoll ist, mit einem 50-Plätzer diese Strecke zu bedienen. Lohnt sich das noch? Soll man die Linie aufrecht erhalten/einstellen? Ein freier Unternehmer käme wohl aus betriebswirtschaftlichen Grü...

Aktueller Stand SEPL und STARKIII - eine Zumutung für den ländlichen Raum!

Bereits mehrfach wurde an dieser Stelle auf die Hängepartien in Sachen SEPL und STARKIII aufmerksam gemacht. Betroffen davon sind ausschließlich Schulstandorte des ländlichen Raumes und wie es scheint, will man diesen undeklarierten Zustand politisch über die Landtagswahlen 2016 hinaus retten, ohne diesbezüglich Position zu beziehen. Das ist schäbig, aber auch verantwortungslos. Zur Erinnerung nochmals die beiden Instrumente, mit welchen Grundschulen auf zwei völlig unterschiedlichen Ebenen bestandesfähig, respektive bestandesfähig/förderfähig erklärt werden. SEPLVO2014 Diese  wurde im Dezember 2014 verschlimmbessert, indem man auf die zweite Erhöhung 2017/18 (Mindestschülerzahl 80) im ländlichen Raum verzichtet hat. Bereits im Januar 2014 hat das Aktionsbündnis bei den Anhörungen darauf aufmerksam gemacht, dass sich der Mindestwert 80 rein arithmetisch im ländlichen Raum niemals halten lasse.  Diese Korrektur ist die Bestätigung der damaligen Behauptung. ...

Schulplanung in LSA: Unsicherheit - der dritte Schließungshebel

GS Hayn Schon mehrmals wurde hier über die beiden Schließungshebel der SEPL-VO2014 berichtet. Es ist dies der falsch gesetzte Wert für die Mindestschülerzahlen. Falsch deshalb, weil er aktuelle Schulgrössen bereits als Mindestschülerzahl definiert und somit bei abnehmenden Geburtenjahrgängen die bestehenden einzügigen Grundschulen unweigerlich auf die Schließungsschiene schiebt. Verschärfend wirkt die Mindestschülerzahl zur Bildung von Anfangsklassen, welche Standortgemeinden immer stärker zur Einreichung von Ausnahmegenehmigungen zwingt und zwingen wird. Daraus ergibt sich ein dritter Mechanismus, mit welchem Schulschließungen erzwungen werden können. Fehlende Perspektive verunsichert   Eltern überlegen sich angesichts eines unsicheren Schulstandortes, ob sie ihr Kind wirklich hier einschulen wollen. Interessierte Familien zögern bei einem Umzug, ob sie sich im betroffenen Standort überhaupt niederlassen sollen. Betroffene Familien mit kleinen Kindern stellen sich d...

GS Hoym: Das Thema Zukunftsperspektive - in der SEPL-VO2014 nicht vorgesehen

Rückblende: Nach hitzigen Diskussionen beschließt die Stadt Seeland im Mai 2013 als eine der ersten Städte in Sachsen-Anhalt, auf Grund der damals frisch in Kraft gesetzten SEPL-VO2014 die Schulen Frose (2014) und Hoym (2017) wegen zu geringer Schülerzahlen zu schließen und die Schülerinnen und Schüler in Nachterstedt zu unterrichten. Einen nicht unwesentlichen Anteil in dieser Diskussion spielte das Projekt Zweifeld-Turnhalle in Nachterstedt, welche dank dieser Schülerkonzentration perspektivisch zusammen mit der Sekundarschule auch ausgelastet werden konnte. Im November 2013 traf dann auch prompt der Förderbescheid ein. Heute steht die Halle vor der Fertigstellung. Im November 2014 wurden Korrekturen der SEPL-VO2014 angekündigt und plötzlich befand sich die Schule Hoym  über 2017 hinaus im Bestandsfähigkeitsbereich, allerdings noch mit einer Delle in den Jahren 2015-17 sowohl bei der Bildung von Anfangsklassen wie auch bezüglich der geforderten Mindestschülerzahl...

Petitionsausschuss: In Warteschlange - Stand der Argumentation

Am Freitag, 28.03.2015 berichtete der Petitionsausschuss dem Landtag über seine Arbeit. Der Ausschuss-Vorsitzende , Herr Mewes, hielt eine interessante, vielsagende Rede. Darin machte er auch die Parlamentarier auf die wichtige Funktion des Petitionsausschusses als Bindeglied zwischen Landespolitik und Bevölkerung aufmerksam. Ja, so sollte es sein.  Demokratische Grundwerte müssen nicht nur von Bürgern geschützt werden. Auch Politiker haben diesbezüglich eine Verantwortung. Beispielsweise im Umgang mit Bürgerrechten wie  dem Petitionsrecht.  In seiner 8-minütigen Rede tauchte immer wieder das Thema Grundschulen auf, auch mit einem Seitenhieb auf den Ausschuss Bildung und Kultur, auf dessen Zuarbeit der Petitionsausschuss seit mehr als einem Jahr wartet.  Interessant ist der schriftlich vorgelegte Bericht des Petitionsausschusses. Hier wird auf den Seiten 31-34 die Problematik Grundschulschließungen beschrieben. Dabei ist einigermaßen erstaunlich, das...

Schulschließungen 2015: Augen und Ohren auf!

GS Langenweddingen Aktionsbündnis Grundschulen vor Ort hat im Herbst Dorgelohs Aussagen, es müssten bis 2017/18 dank Anpassung der SEPL-VO2014 gesamthaft "nur" 40 Schulen geschlossen werden, vehement widersprochen. Wir haben darauf hingewiesen, dass alleine dieses Jahr mindestens ein Dutzend Schulen geschlossen und/oder dank Verweigerung der Bildung von Anfangsklassen auf die Schließungsschiene 2016 gebracht werden. Das wird übrigens von Jahr zu Jahr so weiter gehen. Damit kommen wir bis zu diesem Sommer auf bereits rund 45 Schulen.  Wir verzichten auf eine nochmalige Begründung, denn sie ist bereits früher erschienen und kann hier nachgelesen werden.   Schulschließungen stehen an: Methode des Landesschulamtes hat sich geändert, "Diskretion" ist angesagt. Es wird ganz offensichtlich versucht, Tatsachen zu schaffen, mit denen Standortgemeinden und vor allem Eltern in letzter Minute konfrontiert werden. Während Ministerien Demografie-Checks über 15...

Prognostik Schülerzahlen. Von der Realität überholt!

Blicken wir zurück ins Jahr 2013. Mit allen möglichen Horrorszenarien wurde damals durch das Kultusministerium die SEPL-VO2014 begründet und sofortiger Handlungsbedarf angemeldet. Im Zentrum stand die Aussage, dass der demographische Wandel eine Neuordnung des Grundschulnetzes erfordere und die Lösung, welche vorgeschlagen wurde lautete: Grössere Schulen sind bessere Schulen und die kleinen Schulen sind perspektivisch eh nicht haltbar.  Der eingeschlagene Weg war und ist aus gesamtwirtschaftlicher Sicht hochproblematisch für den ländlichen Raum und wissenschaftlich nicht unterlegt. Es handelt sich um eine reine Behauptung, mit welcher die Standortgemeinden zum Handeln gezwungen wurden: Verdoppelungen der Mindestschülerzahlen in Zeiten abnehmender Schülerzahlen. Im Dezember 2014 wurde dann die SEPL-VO2014 nachgebessert, auf eine zweite Erhöhungswelle im Jahre 2017/18 wurde verzichtet. Zur Begründung fügte der Kultusminister an, er hätte immer nur eine Erhöhung auf 60 gewoll...