Direkt zum Hauptbereich

Posts

Digitalisierungs-Debatte: Das bundesweite Geschnattere

  Nach der Zusammenkunft der Kultusminister auf Bundesebene, neuen Mitteln in Milliardenhöhe, überschlagen sich die Kommentatoren in Sachen Digitalisierung und "Aufbruch" ins digitale Bildungszeitalter.   Sind wir nicht schon seit über 10 Jahren mitten drin? Den Ankündigungen zufolge ja, die Realität der vergangenen Monate betrachtend: NEIN! Ganz klar Nein. Wir stehen völlig am Anfang und sind uns nicht mal einig darüber, wie denn nun  das alles im Alltag umgesetzt werden soll. Denn nun kommen die Baustellen: von 950 Schulstandorten in Sachsen-Anhalt hängen ganze 48 Schulen am Glasfasernetz des Landes. Ziel ist es, bis Ende 2021 alle Standorte erschlossen zu haben.  Merke: Wir befinden uns also noch ganz am Anfang der Digitalisierung!!! Für 13,75 Mio € erhält in Sachsen-Anhalt jede Lehrkraft einen Dienst-Laptop . Das betrifft 15 000 Lehrkräfte. Macht 916 €/Laptop.  Merke: Laptop=Laptop=Laptop, egal, Hauptsache Laptop. Über deren Betriebssystem, Software, S...

Noch 10 Tage, dann geht es los. Wirklich? ..und wie?

  Am 27. August ist Schulbeginn in Sachsen-Anhalt. Nach den Erfahrungen der Bundesländer, welche  den Schulbetrieb bereits vor 2 Wochen aufgenommen haben, wird deutlich, dass auch in Zukunft Improviationskraft gefragt ist.  Es ist wieder davon auszugehen, dass einzelne Bildungseinrichtungen wegen Infektionen geschlossen werden müssen und angesichts bundesweit steigender Infektionszahlen  sind lokale Lockdowns nicht auszuschließen. Mit welchen Konzepten ins neue Schuljahr? Seit März hat man nun in Sachsen-Anhalt Erfahrung mit nicht oder nur teilweise stattfindendem Unterricht. Erkannt wurden teils gravierende Lücken beim Thema digitaler Unterricht /homescooling und dies nicht nur auf Schüler/Elternseite.  Vielmehr gibt es weiterhin viele Schulen, bei denen neben der technischen Infrastruktur auch jegliches Verständnis für homeschooling über einen längeren Zeitraum fehlen, weil man sich noch nie damit befassen musste, schulintern keinerlei Konzepte bestehen. So sc...

Nun also Schulzentren und Schulschließungen - Wie war das nochmals mit den Schulverbünden?

Am Beispiel der Einheitsgemeinden Seeland und Gerbstedt scheint sich eine neue Strategie des Kultusministeriums zu offenbaren. Niemand weiß Konkretes, aber alle wissen irgendwas - und so werden nun Entscheide über das Knie gebrochen.   In Gerbstedt aus 3 mach 1, in Seeland eine neue Schule, drei bestehende Standorte schließen....  Bereits diese Woche soll der Stadtrat darüber beschließen - eine Zäsur für die Ortsteile. Das, was über die Medien an die Öffentlichkeit  dringt,  lässt aufhorchen. Hier die MZ: Was hat es auf sich mit diesem Abschnitt?  Hier wird also beschrieben, weshalb die Stadt Seeland zu dieser Hau-Ruckmethode greifen müsse: Lehrermangel. Stundenzuweisung, Schulzentrum wäre für Lehrkräfte attraktiver. Das Land lockt mit Grundschulzentren  ( Wer hat davon Kenntnis, WO ist das publiziert? ) Fördermittel: Aktuell sind StarkIII und STARKV geschlossen. Das Land will aber Pilotprojekte von Schulzentren finanzieren. ( A...

..und dann kam Corona

Bild von  freestocks-photos  auf  Pixabay   Die Phase der Schulschließungen, des homeschoolings, hat uns gleich mehrere Tatsachen schmerzlich vor Augen geführt.    Ins Zentrum des öffentlichen Interesses rückten: Hygienestandards an Schulen? Digitaler Unterricht: Wie weit funktioniert das nun? Ist dieses Thema eigentlich auch bei den Lehrkräften angekommen? ..und einmal mehr: Wozu gibt es eine Kultusministerkonferenz (KMK), wenn letztlich doch jedes Bundesland seine eigenen Lösungen anstrebt? Die Grundproblematik, nämlich der akute Lehrermangel, die unzureichende Unterrichtsversorgung, sind (Corona sei Dank) aus den Schlagzeilen verschwunden. Manches Bildungsminsterium ist nicht unglücklich darüber.  Spätestens nach den Sommerferien, wo laut Kultusministerkonferenz der Unterricht wieder vollumfänglich aufgenommen werden soll, wird das Thema Lehrermangel/ Unterrichts-versorgung in krasser Form sichtbar werden. Es ist nämlich eine Utopie, davon au...

Neu im Blog integriert

In den vergangenen Monaten haben wir ja vor allem über FB kommuniziert.  Daran wird sich auch wenig ändern. hier draufklicken, dann öffnet das Menue Hier im Blog habe habe ich zwei Google-Gruppen integriert. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um zwei Foren: Thema Schulschließungen (was ja nicht mehr vorkommen soll) Thema ländlicher Raum ( eine Art Sammlung von Infos zu diesem Thema). Darunter befinden sich viele interessante Initiativen. Eine Art Nachschlagewerk, an welchem sich aber jedermann beteiligen kann. Erforderlich ist eine Anmeldung.  In beiden Gruppen ist es das Ziel, wichtige oder interessante Dinge zu dokumentieren, damit sie für Interessierte langfristig abrufbar bleiben.   Und ja, es gibt durchaus Interessantes: Beispielsweise das Thema smart village  . Etwas, was durchaus Potential hat - gerade auch in Sachsen-Anhalt.

SEPL-VO2022 Derzeitiger Stand: Wie werden jetzt Grundschulschließungen verhindert?

Vergangene Woche gab es dicke Schlagzeilen aus dem Bildungministerium.  "Keine Schulschließungen mehr ab 2022" . Grund soll die neue SEPL-VO2022 sein, zun welcher die Verbände bis 17. März Stellung nehmen sollen/können. Halten wir fest: Eine Verordnung, welche erst 2022 in Kraft treten soll, also in der kommenden Legislatur (!!!!) soll mit einer äußerst kurzen Frist durch die Verbände kommentiert und mit Vorschlägen versehen werden. Große Worte für etwas, was sich auf Grund der vorliegenden Unterlagen in keiner Art und Weise festmachen lässt. Hier ist der Entwurf dieser Verordnung Alle sprechen darüber, auch in der Schulentwicklungsplanung, ebenso, wenn es um bevorstehende Schulschließungen geht, aber niemand legt sie auf den Tisch. Hier ist sie, Entwurf SEPL-VO2022   für Grundschulen ab Seite 7 Und auch gleich die Stellungnahme Seit 2014 eiert die CDU mit ihren Schulverbünden von Wahl zu Wahl, ohne  irgendwas wirklich konzeptionell Konkretes zustande...

Grundschulverbünde: Hier ist die neue Schließungsverordnung

Seit Mitte Februar sind die Richtlinien für Schulverbünde in die Verordnungen eingearbeitet und somit rechtskräftig. Wie bereits auf Grund der Anhörungen zu befürchten war, wird hier unter dem Segel "Rettung von Schulen im ländlichen Raum" die nächste Schulschließungswelle vorbereitet und zwar radikal.  Die nächste Zahlenguillotine! Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass das Fiasko um die SEPL-VO2014 in ihrer ersten Fassung deutlich aufgezeigt hat, dass sich das Schulnetz im ländlichen Raum nicht mit starren Mindestschülerzahlen was Eingangsklassen und Klassenstärken betrifft, organisieren lässt. Auch in den Stellungnahmen zur Verordnung für die Schulverbünde wurde darauf hingewiesen. Trotzdem tauchen sie wieder auf - in einer nicht praktikablen Form! Schikane 1 Der Schulträger ist also verpflichtet: im Jahre 2019 eine Grundschule in den Verbund anzumelden, welche voraussichtlich 2024/25 die 60 Kinder nicht erreichen wird! ...