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Sommertheater (4): Von Hochgebirgsregionen und zurechtgebogenen Statistiken

GS Wust Der letzte Abschnitt unserer Replik auf die Stellungnahme der Landesregierung hat es auch in sich. Dabei stellt sich die Frage, ob sich ein Ausschuss für Bildung und Kultur tatsächlich mit Berichten der zuständigen Ministerien abspeisen lässt, in denen kein Abschnitt schlüssig ist und in der Aufzählung der so genannten "Argumente" mehr Widersprüche als Antworten auftauchen. Im Rahmen der Öffentlichen Anhörung vom Januar 2014 gingen wir auf die Schullandschaft in Österreich ein. Dazu legten wir dar: Österreich besitzt im Schuljahr 2012/13 landesweit 3095 Grundschulen. Im Landesdurchschnitt werden 12,5% aller Schulen (386 Schulen) von weniger als 25 Kindern besucht. 5% aller Grundschulen landesweit (also 154 Schulen) werden von weniger als 15 Kindern besucht. Regional gibt es auf Grund dichter oder dünner besiedelter Gebiete eklatante Unterschiede: Gesamter Text der Anhörung, hier nachzulesen  und wurde auch so abgegeben.  Wir fügten hinzu:  Da...

Sommertheater (3) : Hören, Lesen, Verstehen, Wiedergeben, Anwenden

Bisher waren wir der Meinung, das wesentliche Ziel der 4-jährigen Grundschule bestehe darin, Kinder in Grundfähigkeiten so auszubilden, dass sie diese in den weiter führenden Schulen als Technik problemlos anwenden können. Im sprachlichen Bereich besteht eine solche Kette aus Hören- Lesen- Verstehen - Wiedergeben - Anwenden.  Erweitern kann man dieses Feld mit "Nachfragen - weiter forschen - in einen Kontext stellen."  In der Antwort des zuständigen Ministeriums werden wir eines Besseren belehrt: Was für eine bombastische Definition! Was sind doch unsere Schulen bereits High-Tech- Labors. Fähig, innerhalb von Tagen auf neue Trends und Entwicklungen zu reagieren! Wie sind doch unsere 6-10-Jährigen bereits medienkompetent! Wie beeindruckend ist doch das Schlagwort Mediation !  Die Fähigkeit, Konflikte im Klassenzimmer zu lösen, gehört zum Handwerk einer ausgebildeten Lehrkraft, oder nicht? Deswegen stellen wir doch nicht die gesamte Grundschule auf den Kopf....

Sommertheater (2) : "Schulqualität oder völlig erstarrtes Personalplanungsmuster?"

In unserer Petition haben wir bewusst ein Mindestschulgröße mit 15 Schülern in den Raum gestellt. Eine Schule mit 15 Kindern in der 1.-4. Klasse wäre demzufolge in einem Schulverbund problemlos führbar und die Personaleinsatzplanung ist möglich, wie sich an vielen bestehenden Schulstandorten in Österreich und der Schweiz seit Jahren feststellen lässt. Gleichzeitig wurde bei allen Anhörungen dargelegt, dass es sich bei der Zahl 15, um einen Wert handelt, der bei den damaligen Schülerzahlen (Mindestschülerzahlen 40 im Jahre 2013) so gut wie nie erreicht würde. Bei der angestrebten Mindestschülerzahl 60 sei von perspektivischen Schülerzahlen im Jahre 2025 von 35 -45 auszugehen. Diese Schulen müssten im Interesse um die Zukunft des ländlichen Raumes zwingend gehalten werden. Weiter legten wir dar: Die gesamte Schulentwicklungsplanung sei aus Sicht des Aktionsbündnisses Grundschulen vor Ort nicht mit "heutigen Mindestschülerzahlen" sondern mit perspektivischen Mindestsc...

Willkommen zum Sommertheater (1)

Das öffentliche Leben läuft reduziert, viele schwelgen bereits im bevorstehenden, andere träumen vom eben erlebten Urlaub und so mag man sich ungern mit schwerer Kost beschäftigen. Etwas Unterhaltung, Ablenkung tut gut. Was eignet sich da besser, als das Setzieren der Antwort unserer Landesregierung auf unsere Petition. Eine Art Bildgeschichte: Beginnen wir mit unserem Kernanliegen.  Posse 1 Die Landesregierung nimmt gegenüber den Ausschüssen Stellung und stellt unser Anliegen wie folgt dar: Korrekt. Und nun die  Antwort auf unsere Forderung: Ach ja??  DAS ist KEINE Antwort auf unser Begehren!  Hier wird etwas suggeriert, was überhaupt nichts mit unserem Anliegen zu tun hat! Hier: Interpretieren wir diesen Text großzügig , überlesen wir den Passus "über den Unterricht in Jahrgangsklassen hinaus" und sagen wir: Obwohl nur von Lerngruppen gesprochen wird, könnte man doch daraus auch ableiten, dass sogar eine Bildung von jah...

Neuigkeiten zu unseren Petitionen

Gestern Freitag, 17.07.2015 sind zwei Briefe des Petitionsausschusses beim Aktionsbündnis eingegangen. Es geht um unsere Petitionen, welche wir im September 2013 und im Frühjahr 2014 eingereicht haben. Im Weiteren wurde im Januar 2015 um eine Zusatzanhörung gebeten, da sich inzwischen wesentliche Kritikpunkte, welche wir damals auf die SEPL-VO2014 bezogen haben,  auf STARKIII ausgelagert wurden. Sowohl die Petitionen werden nun auf Basis der Erklärung unserer Landesregierung und der Empfehlung des Petitionsausschusses dem Landtag unterbreitet. Der Petitionsausschuss empfiehlt Erledigung und gleichzeitig Ablehnung der Zusatzanhörung. Hier sind für Interessierte die beiden Briefe im Wortlaut. Zur Erinnerung:   Petition 1       Petition 2    Antrag auf Zusatzanhörung vom Januar 2015 und Begründung Wir sind froh, dass diese Hängepartie zu einem Abschluss kommt und bedanken uns vorerst mal bei der Petitionsausschuss, welcher sich im Rahme...

MSH: Schulabbrecher-Bundespreisträger - Pokal bitte nach Magdeburg weiterreichen!

Da haben wir die Bescherung. Mansfeld-Südharz hat die bundesweit höchste Schulabbrecherquote und erhält unverhoffte Medienpräsenz. Standortwerbung, welche man sich so nicht wünscht. Auch die MZ nimmt sich in einem Kommentar des Themas an und fragt, ob der Landkreis generell den Anschluss verliert. Müsste man nicht fragen: Hatte er denn je Anschluss und falls nein, was mögen die Gründe sein, dass wir 25 Jahre nach der Wende uns noch immer im Strukturabbau befinden? Begegnen wir der Thematik etwas ironisch und: Nehmen wir es sportlich! Es war ein Kopf an Kopf-Rennen, welches im Foto-Finish entschieden wurde: Platz 1 Mansfeld-Südharz  mit  12,58 % Platz 2 Jerichower Land   mit    11,66 % Platz 3 Landkreis Stendal  mit   10,87 % Der Argumentation folgend, verliert also nicht Mansfeld-Südharz den Anschluss, sondern offensichtlich der ländliche Raum mit Ausnahme der Speckgürtellandkreise. Auch nur bedingt: Halle mit 9,37% oder Magdeburg mit ...

Protest gegen gezielte Desinformation aus den Minsterien, Pressemitteilung

Pressemitteilung Das Aktionsbündnis Grundschulen vor Ort protestiert gegen gezielte Desinformation aus den Ministerien für Kultur und Finanzen im Zusammenhang mit Schulentwicklungsplanung und STARKIII. 10-07-2015 Aktionsbündnis Grundschulen vor Ort In den letzten Tagen erschienen in den Medien verschiedene Stellungnahmen aus dem Kultus- und dem Finanzministerium zum Thema SEPL-VO2014 und STARKIII. Nachdem uns nun die neuesten Zahlen zum Thema Grundschulen vorliegen, widersprechen wir dieser Form der offensichtlichen Desinformation und unterlegen dies mit Fakten: Behauptung 1: Staatssekretär Felgner anlässlich der STARKIII Konferenz in Stendal in der Volksstimmevom 30.6.2015 : Nach seiner Einschätzung gebe es landesweit von rund 700 Grundschulen lediglich 20 bis 30, die die Förderkriterien nicht erfüllen würden. Auf nochmalige Nachfrage des Journalisten wurde auf diesen Zahlen beharrt. Gegenbeweis: Laut aktuellem Verzeichnis der Grundschulen und Schülerzahlen gib...