Direkt zum Hauptbereich

Kurze Zusammenfassung der ersten Strategiebesprechung Aktionsbündnis vom 21.6.2014

Ziel der Zusammenkunft war es, einerseits über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und gleichzeitig eine Auslegeordnung möglicher Aktivitäten für die Zeit bis 2016 auszubreiten. Hier die angeschnittenen Themen:




Aktueller Stand :
  • Petition 1 hängt weiterhin im Fachausschuss Bildung und ist noch nicht im Petitionsausschuss angekommen.
  • Petition 2: Eingang durch Petitionsausschuss bestätigt , keine weiteren Infos.
  • StarkIII: Informationsveranstaltung vor 10 Tagen. Demnach sind interessierte Schulstandorte aufgefordert, bis Ende September eine Bedarfsmeldung einzureichen. Mit Förderzusagen ist allerfrühestens ab Frühjahr 2015 zu rechnen. Somit stellt sich die Frage, weshalb so resolut auf Projektanmeldung 30. September gedrückt wird...
  • SEPL: Umsetzung erweist sich vielerorts als schwierig, zumal viele Kommunen und Bürger (endlich!) von ihren Rechten Gebrauch machen.
  • Einsichtnahme in Wirtschaftlichkeitsberechnung beantragt, Termin zweimal verschoben und nun sollen die gewünschten Unterlagen in den kommenden Tagen direkt zugestellt werden, da auch von Seiten der Grünen ein gleich lautendes Begehren gestellt wurde. Auswertung wird rund 2 Monate in Anspruch nehmen.

Strategien/Weiteres Vorgehen: Auslegeordnung

Inhaltliche Arbeit (Kerngeschäft):
  • Kostenentwicklung für Landkreise und daraus folgend höhere Umlagekosten für Kommunen auf Grund der umzusetzenden SEPL verdienen gesonderter Beachtung. Schülerbeförderung,Wirtschaftlichkeitsrechnung: Dreistufiges Vorgehen (Kommune, Kreis, Land) Insbesondere die ersten beiden Ebenen wären interessant. Dies bedingt Antragssteller vor Ort aus Parteien und lokalen Initiativen. Musteranträge von Seiten des Bündnisses.
Ist umsetzbar, genügend Mitstreiter vor Ort vorausgesetzt.

Coaching der Schulen und Schulstandorte
  • Kurzer Leitfaden für Elterninitiativen Schulstandorte „Wenn – dann“. Hier soll kurz und griffig aufgezeigt werden, welches die Möglichkeiten der Kommunen, Eltern und Elterninitiativen sind, wenn Schulschließungen, Verweigerung der Bildung von Anfangsklassen oder der Versuch der Aussenstellenbildung im Raume stehen. Die Überschneidung der Planung 2014 und der weiter anstehenden Entscheide 2015-18 führen zu einer unübersichtlichen Situation, weshalb ein solches Merkblatt als sinnvoll betrachtet wird.(Wird sofort angegangen.)
  • Aktive Teilnahme von Mitgliedern des Bündnisses an Diskussionen und Veranstaltungen vor Ort weiterhin möglich. Zeitig anfragen, bitte.

Politische Arbeit in den Regionen
  • Die generelle Passivität nicht Betroffener, aber auch Betroffener ist ein offenkundiges Problem. Es beruht auf der Aussage „da kann man doch nichts machen“,oder einfach Resignation.
  • Es stellt sich die Frage, ob so genannte Bildungs- Informationsveranstaltungen in den Regionen etwas zu verändern vermögen. Mögliche Zusammenarbeit mit Stiftungen, lokalen Organisatoren, Initiativen vor Ort? Zielgruppe jüngere Menschen.
  • Einfließen würden hier Infos und Strategien (Bürgerrechte etc.) zu Themen, welche über das Thema Bildung hinausgingen.
  • Personelle Kapazitäten? In der gegenwärtigen personellen Zusammensetzung nur punktuell zu machen.
Bleibt mal offen und steht zur Diskussion, beteiligt euch daran.

IT-Vernetzung:
  • Kann noch effizienter gestaltet werden (Rankings). Ziel: Größere Unabhängigkeit von den Medien.
  • Doppelspurigkeiten im Webauftritt
  • Verbreitung der Infos über unsere eigenen Facebook- und andern Sozialen-Netzwerke hinaus. (Nicht liken, sondern über eigenes Profil teilen und direkt auf andere Netzwerke weiterleiten)
  • Zusammenstellen eines kleinen Merkblattes für Gruppenmitglieder „Wie verbreite ich Infos effizient?“
  • Facebook-Kreisgruppen weiter aufrecht erhalten oder wieder alles auf eine Gruppe ziehen?
Bleibt offen und steht zur Diskussion, beteiligt euch daran.


Landtagswahl 2016: Welche Rolle werden Aktionsbündnis/Roter Faden spielen?

Roter Faden:
  • Sieht sich als eine Aktion, welche Bildung/Wissenschaft/Kultur bündeln möchte, aber auch „Perspektive Sachsen-Anhalt“ als Thema in Erwägung zieht.
  • In welcher Form das passieren wird/kann, hängt auch von den Ergebnissen der nächsten Besprechung ab.

Aktionsbündnis:
  • Behält Rolle als „Akteur und Berater“ zum Thema Grundschulschließungen/STARKIII und versucht auf diesem Wege, Einfluss auf die interne Meinungsbildung der Parteien zu nehmen?
  • Wird hinsichtlich Wahlen 2016 selbst politisch aktiv, erweitert somit das Themen- und Argumentationsfeld?
Wurde kontrovers diskutiert und steht zur Diskussion, beteiligt euch daran.

Wir werden uns vor den Sommerferien zu einer zweiten Zusammenkunft treffen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Siersleben/Gerbstedt: Staatsgewalt mit der Brechstange?

Es ist immer heikel, in einer aufgeheizten Stimmung  über lokale Schulentwicklungsplanung, bevorstehende oder geplante Schulschließungen zu berichten. In diesem Falle hat  wohl  ganz Sachsen-Anhalt vom Schulstreit innerhalb der Einheitsgemeinde  Gerbstedt Kenntnis. In der Zwischenzeit könnte man ein Buch dazu schreiben. Um die Dimension dieses Skandales zu erfassen, wird hier im Zeitraffer nochmals zusammengefasst.  Der Bericht wird umfangreich und ist gleichzeitig Lehrstück für viele andere Standorte, welche sich schon heute oder in naher Zukunft mit denselben Problemen beschäftigen müssen. Die Methode ist immer dieselbe....  Stadtrat Gerbstedt: Nach monatelangem Hin und Her beschließt der Stadtrat im Oktober 2019 die Schließung der Grundschule Siersleben auf das Schuljahr 2020/21 und die Schließung der Schule Heiligenthal für das Schuljahr 2022/23.  Dem Stadtrat wurden von der Verwaltung Unterlagen in Sachen Investitionsbedarf der einzelnen Standorte vorgelegt, von denen sich heute s

Sprechen wir mal "von Schule" - Klassenzimmer: Wartsaal oder "die zweite Lehrkraft" ?

Wir befassen uns heute mit  den Räumen in welchen Kinder und Jugendliche im Alter von 6 - 16  mehr als die Hälfte ihres Lebens verbringen. Es sind zwei Punkte, welche im Vordergrund stehen: Nutzung des Raumes  und Möblierung. Der Titel deutet es schon an, hier geht es um die Nutzung. Das Bild links zeigt ein Klassenzimmer um 1900 herum.   Der dazugehörige Beitrag ist sehr lesenswert. Schule um 1900 eben. "Und auch aus diesen Jungs und Mädchen ist was geworden", höre ich bereits. Ja, das ist so. Das Bild rechts oben und die Bilder dieses Abschnittes zeigen Klassenzimmer von heute. In den meisten Grundschulen sehen wir nach wie vor die klassische Bestuhlung und sie besagt etwas: Gängigste Unterrichtsmethodik ist Frontalunterricht. Dies wiederum bedeutet für die Schüler: Viel sitzen, viel zuhören, wenig Eigenaktivität und Bewegung. Ja, es gibt auch andere Klassenraumbestuhlungen, sie sind lobend zu erwähnen, denn sie machen auf den ersten Blick klar, dass Unterric

Satzungen zur Schülerbeförderung der einzelnen Landkreise

Wir diskutieren eigentlich über eine Alternative zur gegenwärtigen Schulentwicklungsplanungsverordnung (SEPL-VO2014). Nachdem in einem ersten Kommentar aus dem Kultusministerium verneint wurde, dass es Verordnungen gäbe, welche die Haustür zu Schultüre Zeit von Grundschulkindern mit bis zu 75 Minuten für einen Weg als zumutbar bezeichne, möchten wir  diesen zugespielten Ball aufgreifen und das, was da in den Verordnungen steht, sichtbar machen. Dazu die Anmerkung: Nicht das Kultusministerium erstellt diese Regeln, sondern die Landkreise. Entsprechend unterschiedlich sind die Verordnungen gestaltet. Es werden jeweils zwei Zeiten angegeben. Ein Wert für Grundschüler, der zweite Wert ab 5. Klasse. Dazu verlinken wir die jeweiligen Verordnungen. Wir betonen: Das sind die  als zumutbar definierten Weg-Warte- und Umsteigezeiten  der Altersgruppen 6-10 und der zweite Wert gilt für Kinder ab 11 Jahren!!! Berechnet sind sie pro Weg . Hier die Übersicht: Landkreis Gru