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Petition eingereicht: Dickes Dankeschön Sachsen-Anhalt!!!

Heute um 9 Uhr konnten wir unsere Petition dem Landtagspräsidenten, Herrn Detlef Gürth übergeben. Es war uns allen ein großes Anliegen, darauf hinzuweisen, dass wir an direkten Gesprächen zu diesem Thema interessiert sind, einen Dialog wünschen würden. Ziel müsse ein Austausch , wenn nötig auch eine kritische Auseinandersetzung mit der SEPI-VO 2014 und den von uns vorgeschlagenen Alternativen sein.

Neben dem Präsidenten des Landtages waren ebenfalls anwesend Herr Hans Joachim Mewes, Vorsitzender des Petitionsausschusses, welcher das weitere Vorgehen kurz erklärte. Im Prinzip werden wir über jeden Schritt, den unsere Petition durch die verschiedenen Gremien macht, informiert. Ebenfalls anwesend war als weiteres Mitglied des Ausschusses, Herr Jürgen Weigelt. Wir fühlten uns mit unserem Anliegen ernst genommen und hoffen natürlich, dass wir tatsächlich in intensivere Gespräche kommen, evt. sogar eine Anhörung möglich wird. Das alles wird seine Zeit brauchen, was für uns wiederum bedeutet, dass wir mit unseren Aktivitäten und auch unserer Kritik weiter machen werden.

Ein großes Dankeschön!!

Zuerst aber möchten wir uns bei allen bedanken, welche über die letzten Monaten unter teilweise schwierigen Bedingungen mit ihrem ganz persönlichen Engagement dazu beigetragen haben, dass wir heute über 16 000 Unterschriften einreichen konnten. Das war großartig!!!!
Die Art und Weise, wie diese Unterschriften zusammengekommen sind, hat auch die anwesenden Politiker beeindruckt. Wir empfinden diese große Solidarität  als Verpflichtung, als Verantwortung. Wir werden nicht locker lassen, werden nicht schweigen zu anstehenden Schulschließungen. Wir werden nicht müde, Alternativen aufzuzeigen und einzufordern und dabei insbesondere die Politiker in der Region und im Landtag in die Pflicht zu nehmen. 

Gleichzeitig möchten wir alle lokalen Gruppen, welche sich mit dem Ziele des Erhaltes ihrer Dorfschule gegründet haben, auffordern, egal wie die Sache ausgeht oder ausgegangen ist, in der Gruppe weiter zu machen. Standorte, welche neu betroffen sind, fordern wir auf, sich in Form von Elterninitiativen zu organisieren. Gemeinsam sind wir stark und noch viel entscheidender: Wir brauchen einen langen Atem. Wir denken bis 2016 und meinen, das wird sich lohnen.

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