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Wust: Kurze Nachricht, große Wirkung. Außenstellen=Todesurteil.

Wir zitieren eine Meldung aus der Volksstimme:  "Einen neuen Beschluss zur Wuster Grundschule musste der Rat fassen. Er hatte festgelegt, dass die Einrichtung bis zum Umzug der Schüler nach Schönhausen voraussichtlich 2016 selbstständig bleibt. Doch dem stimmt das Land nicht zu - Wust muss ab dem neuen Schuljahr Außenstelle von Schönhausen werden, ansonsten wird dem Konzept nicht zugestimmt und es könnte passieren, dass die Wuster Kinder auf Klietz und Schönhausen aufgeteilt werden. Nachteil ist, dass es nur noch eine Schulleiter-Stelle gibt und auch die Stunden der Lehrer nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Deshalb wird in Wust mit ohnehin wenig Kindern dann auch jahrgangsübergreifend unterrichtet. Bei einer Enthaltung wurde der Beschluss angenommen.Quelle Volksstimme

Die GS Wust wird bereits altersdurchmischt geführt, da eine Klassenlehrkraft ausgefallen und NICHT ersetzt werden konnte. Nun kommt also das Landesschulamt und verweist auf fehlende Schulleitung, welche in Zukunft auch nicht mehr bestellt werden könne, deswegen Außenstelle..... Wust hat jedoch derzeit eine Schulleiterin.

Der Rat hat die Problematik der Außenstelle erkannt und wollte Zeit gewinnen, den Schulstandort als eigenständige Schule bis 2016 weiterführen. Wer weiß, was 2016 ist... Vielleicht Kinderzuzug, Landtagswahlen und Neuorientierung? Diese Chance wollte man sich nicht entgehen lassen. Das Interesse am Erhalt der Unesco-Grundschule ist enorm. Dazu kommt die internationale Bekanntheit der Sommerschule Wust, welche ebenfalls diese Gebäude nutzt!

Das Landesschulamt hat was dagegen. Wust "muss" Außenstelle werden. Das bedeutet: Wust wird per sofort Anhängsel von Schönhausen und ist somit als eigenständige Schule rechtlich geschlossen. DAS ist der Rechtsvorgang bei der Außenstellenlösung. Eine allfällige Wiedereröffnung erfordert laut SEPL-VO2014 den Nachweis der Zweizügigkeit auf mindestens 5 Jahre, also 120 bis 160 Schüler!

Dies ist die Botschaft an alle Landkreise und Landräte, welche in den letzten Monaten genau mit dem Argument Außenstelle  versucht haben, ihre Kreistagsmitglieder und die Kommunen auf den Schulentwicklungsplan einzuschwören und diesen bewilligen ließen. Außenstellen als Rettungsanker und mancher Landrat hat sich mit diesem Argument ins mediale Scheinwerferlicht gestellt. Fehlanzeige, Falschinfo. Außenstelle=de facto Schließung (Ausnahme: unzumutbare Schulwegzeiten). 

All das nennen wir entartete Bürokratie und Verwaltung, deren einziges Ziel es ist, möglichst viele Grundschulen zu schließen und zu diesem Zwecke den untergeordneten Verwaltungen und Kommunen einige Zahlen um den Kopf zu schlagen, ohne die Tragweite dieser Verordnung hinreichend zu erklären.



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