Google+ Aktionsbündnis Grundschulen vor Ort Sachsen-Anhalt: Der Aufruf anlässlich der Demo in Magdeburg

Freitag, 28. März 2014

Der Aufruf anlässlich der Demo in Magdeburg

Von verschiedenen Seiten wurde gewünscht, dass dieser Aufruf ins Netz gestellt wird. Hier ist er:

«Wenn ich nur darf, was ich soll, aber nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss. Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch, wenn ich soll, und dann kann ich auch, wenn ich muss. Denn die können sollen, müssen wollen dürfen

In diesem Satz steht nichts von Busfahren von Fahrschülern --

Seit gestern hören wir – Es werden mehr Lehrkräfte angestellt – wie immer, knapp vor einer wichtigen Entscheidung: Kennen wir das nicht schon seit Monaten? In den Kommunen? In den Landkreisen?

Haben sie sich verrechnet Herr Bullerjahn? So wie mit den Schulschließungen? 400 Lehrkräfte wollten Sie einsparen? Es werden aber lediglich etwa 120! DAFÜR lassen SIE 90 Schulen schließen und über 5000 Kinder reisen? Und ihr Kollege Dorgerloh macht da mit?---- WO ist ihre Wirtschaftlichkeitsrechnung? Aufwand und Ertrag? Und die CDU als stärkste Fraktion schaut tatenlos zu?

Was ist das für eine Farce, wenige Tage vor einem Antrag auf Schulschließungsmoratorium, Schließungsbescheide zu verschicken?
Was ist das für eine Farce- Kommunen Ortsteile über Monate gegeneinander aufzuhetzen, Kreistage Schulentwicklungspläne verabschieden zu lassen und dann doch so zu entscheiden, wie Ihnen der Sinn steht? Weshalb kommen Sie nicht persönlich und hängen die Kleber an die Türen?
Was ist das für eine Farce, angesichts wachsender Proteste Ausnahmegenehmigungen in Aussicht zu stellen, z.B. zu wenige Kinder für Anfangsklassen – dabei gibt es bis heute keinen solchen Erlass für das Schuljahr 2014/15.

Keine Schule – Kein Familienzuzug – es wächst der Altersdurchschnitt – und nachher das Gras.

„Wir können uns eine Vollversorgung des ländlichen Raumes nicht mehr leisten.“ Ein Satz, den wir von mehreren Landtagsabgeordneten gehört haben. Ach ja? Viele der Dörfer, welche wir besucht haben, sind schon längst durch die Talsohle durch – und jetzt schlägt man Ihnen die Schule weg.

Wir sagen....Wir können uns Politiker, welche so denken, nicht mehr leisten, denn wir lassen uns nicht abwickeln, Familien lassen sich nicht vertreiben!

Kreistage: Ändern Sie noch VOR den Kommunalwahlen endlich Ihre unsäglichen Schülerbeförderungs-Satzungen!

Kreistage: Haben Sie gemerkt, dass Sie über den Tisch gezogen wurden? SIE mussten über das Gesamtschulpaket abstimmen. Gesonderte Abstimmungen zum Grundschulplan waren nicht möglich. (Anm. oder doch, wären sie möglich gewesen? Dazu folgt ein separater Beitrag) Und jetzt? Kommt Mansfeld Südharz und kriegt vom Kultusministerium die Bewilligung für Teilschulpläne. Fühlen Sie sich nicht verarscht? Bringen Sie das VOR den Kommunalwahlen in Ordnung! Ungleichbehandlung ist das Zauberwort!

CDU/SPD Politiker im ländlichen Raum: Ausgezogen vor drei Jahren, keine Schule zu streichen, sondern alle zu bemalen... Das hätten Sie auch nicht gedacht? Ihre eigene Partei wickelt Ihren Lebensraum und damit ihre Wahlkreise ab. Jammern Sie uns nichts mehr vor - wir sind die falsche Adresse. Sie haben es nicht geschafft, ihre Bosse zur Raison zu bringen. Wenn Sie also glaubwürdig bleiben wollen, treten Sie aus diesen Streicherparteien aus! Denn für uns sind CDU/SPD NICHT mehr wählbar, auch bei den Kommunalwahlen.


Heute erleben wir die erste wirkliche Entscheidung zum Thema Schulentwicklungsplan im Landtag. Egal, wie das Resultat sein wird, der Kampf um ortsnahe Grundschulen und einen familienfreundlichen Lebenraum geht weiter – hoffentlich mit eurer Hilfe.

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