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Mansfeld-Südharz: Schulentwicklungsplan?? Nein, Schulabwicklungsplan!!! (1)

Am 19. 2, tagt der Kreistag in Sangerhausen. Vom Kreistagsausschuss liegt der Schulentwicklungsplan vor und wird zur Genehmigung empfohlen. Das heisst: All das, was jetzt in diesem Papier aufgelistet ist, wird vom Kultus- und Finanzministerium als"demokratisch beschlossen" gewertet und umgesetzt. Zwei Argumentationsschienen werden in dieser Diskussion auftauchen:
  • Kritische Fragen werden gekontert mit: "Dafür wird sich im Rahmen der fortschreibenden Planung sicherlich eine moderate Lösung finden lassen." Nur: WENN der Kreistag der Schulplanung 2014-19 zustimmt, gibt es ja keinen Grund mehr, "moderate" Lösungen zu finden. Es ist ja bereits alles beschlossen. Da bisher nirgendwo konkrete Ausnahmen bewilligt wurden, Schulstandorte auf Grund von zwei fehlenden Schülern gleich geschlossen wurden, ist auch nicht davon auszugehen, dass sich an dieser Praxis irgendwas ändern wird. Wer also jetzt ja sagt, stimmt DEM zu, was in diesem Papier steht. 
  • "Wir müssen dem Papier zustimmen, sonst gibt es kein Geld für den Landkreis." Das wird das zweite Argument sein. Womit gesagt ist, dass man also auch einen Unsinn beschließt, nur um an Geld zu kommen. Dafür sind wir bereit unsere Kinder zu verkaufen? Dafür sind wir bereit, den Harz als Lebensraum für Familien ein für allemal so unattraktiv wie nur etwas zu gestalten? Um an dieses Geld zu kommen, sind wir bereit, einen Schulentwicklungsplan durchzuwinken, der löchriger ist als ein Emmentaler Käse. Wirklich? 
Die folgenden Infos sind ein erster Zusammenzug der MZ zum Stand der gegenwärtigen Schulplanung in Mansfeld und Sangerhausen. Stand 29.1.2014.

Die Grundschule Großleinungen ist mittelfristig gefährdet, soll aber weiter erhalten werden. Dafür wurde mit der Gemeinde Südharz vereinbart, dass die Schüler aus Hainrode, Drebsdorf und Kleinleinungen bis 2017 in Großleinungen bleiben. Ab 2014/15 wird der Schulbezirk um die Sangerhäuser Ortsteile Rotha, Paßbruch, Horla, Breitenbach und Wolfsberg ab dem ersten Schuljahrgang erweitert. Die Änderung des Schulbezirkes muss noch beschlossen werden.
Liest sich schön, ist in der Praxis nicht umsetzbar. 25 Kilometer Schulweg für 6-Jährige!! Hier die Stimme betroffener Eltern. Was ist jetzt mit dem Beschluss zur Änderung des Schulkreises? Beschließt der Kreistag neuerdings Schulentwicklungspläne ohne rechtskräftige Beschlüsse? Falls in den letzten 5 Tagen Beschlüsse gefallen sein sollten, wie verhält es sich mit dem Rekursrecht bis hin zu einem Bürgebeghren auf Kommunalebene? Alles makulatur? Und was, wenn die Schüler aus Rotla etc. nach dem 10 Kilometer entfernten Hayn gehen? Wie schaut es dann dort aus mit der Schulplanung?

Die Abc-Schützen der Ortsteile Abberode, Braunschwende, Friesdorf, Hermerode, Molmerswende und Ritzgerode werden ab dem Schuljahr 2015/16 der Schule in Mansfeld zugeordnet.
Das ist mit der geltenden Schülerbeförderungsordnung von 75 Minuten für einen Weg von Tür zu Tür NICHT zu schaffen, beträgt doch alleine die Busfahrzeit eine Stunde! Winkt man das durch? Gibt es Taxifahrten? Und das alles unter dem Aspekt:"Wir müssen Geld sparen?" Wie verhält es sich generell im SEPL des Landkreises mit der Abstimmung der Fahrzeiten? Wo steht das im Schulentwicklungsplan? 

Berga ist gefährdet. Gleichwohl hält der Schulträger an der Nutzung fest. So hofft man auf Zuzug junger Familien mit Kindern. Anträge dafür lägen vor. Diese könnten nicht realisiert werden, da die Wohnungen gegenwärtig saniert und erst Mitte 2014 zur Verfügung stehen würden. Ein Umzug nach Kelbra kommt nicht in Betracht, da die Raumsituation an der Grundschule eine Unterbringung der Bergaer nicht zulässt. Zunächst hofft die Kommune auf eine Ausnahmegenehmigung für 2014/15. Nach der Prognose wird die Mindestschülerzahl in Berga statt der erforderlichen 80 im Jahr 2017 mit 58 Grundschülern unterschritten.

Hängige Ausnahmebewilligung, kein Beschluss, jede Menge Wenn und Aber und ein Ersatzschulort bei Schließung ist nicht in Sicht!!! Sicherlich steht im Schulentwicklungsplan: Erfüllt die geforderten Bedingungen nicht, es besteht dringender Handlungsbedarf. Darf man sowas Schulentwicklungsplan nennen? Das ist weniger als nichts.

Das alles, weil irgendein Schreibtischtäter in Magdeburg Bildung mit optimaler Immobilien- und Personalbewirtschaftung verwechselt. Und alle machen da mit?

Es kommt aber noch dicker. Fortsetzung am Donnerstag.

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