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Keine Volksvertreibung durch STARKIII aus dem ländlichen Raum Sachsen-Anhalts!

Das Finanzministerium des Landes Sachsen-Anhalt hat am 17.02.2016 das STARKIII-Förderprogramm STARKIII + als Arbeitspapier vorgestellt. Demzufolge sollen "sämtliche bestandsfähige Schulen und KITAS Sachsen-Anhalts saniert und modernisiert werden". Das Programm läuft unter dem Begriff "energetisches Sanierungs- und Wirtschaftsförderungsprogramm". 
Eine erste Überprüfung des Aktionsbündnisses Grundschulen vor Ort hat ergeben, dass auf Grund des zu erfüllenden Demogafie-Checks bis zum Jahre 2030 die Zahl der Grundschulen Sachsen-Anhalts von 450 auf allerhöchstens 300 sinken wird, wobei die meisten Schulschließungen im ländlichen Raum stattfinden werden. 
Konsequenz: Für über 1000 Ortsteile Sachsen-Anhalts rücken die Betreuungs- und Grundschulangebote in immer weitere Ferne. Damit verlieren die Ortsteile wertvolle Infrastrukturbausteine und Haltefaktoren für junge Familien. Dies, obwohl sich in den letzten Jahren bezüglich Kinderzahlen und Zuzug eine Trendwende abzuzeichnen beginnt!
Das Programm STARKIII zwingt künftige Regierungen, diese Planungsparameter einzuhalten, ansonsten Rückzahlung von Fördermitteln droht. Planungsparameter, welche aus Sicht des Aktionsbündisses Grundschulen vor Ort NICHT bis 2030 wirklich belastbar sind.

Wir Unterzeichner fordern von der Landesregierung und dem neuen Landtag:

Sofortiger Stopp der weiteren STARKIII-Planung in Sachsen-Anhalt

Anpassung der Demografie-Checks STARKIII für Grundschulen und KITAS unter dem Aspekt Realisierbarkeit im ländlichen Raum bis 2035.
Überprüfung der Umsetzbarkeit von SEPL-VO2014 im ländlichen Raum bis zum Jahre 2035.
Ziel dieser Überprüfung und Anpassungen sollte sein: Erhalt möglichst ortsnaher Bildungs- und Betreuungsstrukturen im ländlichen Raum.

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