Google+ Aktionsbündnis Grundschulen vor Ort Sachsen-Anhalt: Burgenland: Schulentwicklungsplanung ohne gültige Verordnung?

Freitag, 17. Oktober 2014

Burgenland: Schulentwicklungsplanung ohne gültige Verordnung?

Interessantes hört man aus dem Burgenlandkreis. Hier wurde ja der Schulentwicklungsplan zweimal abgelehnt und nun will sich der Landrat daran machen, Versäumtes nachzuholen. Dies in einer Phase, in welcher es offensichtlich KEINE gültige Verordnung gibt. Die MZ berichtet:

Landrat Götz Ulrich (CDU) hat die neuen Vorstellung für den Bestand der Grundschulen am Mittwochabend in der Sitzung des Kultur- und Bildungsausschusses vorgestellt. Die fußen auf der Annahme, dass die Mindestschülerzahl auch über das Schuljahr 2017/18 hinaus bei 60 Mädchen und Jungen pro Grundschule liegen wird. Einen Erlass des Kultusministers dazu gibt es jedoch nicht. Er werde allerdings in der auswärtigen Kabinettssitzung, die am Dienstag in Zeitz stattfinden wird und zu der er eingeladen sei, darauf dringen, dass „unverzüglich eine neue Verordnung zur Schulentwicklungsplanung erlassen wird“, erklärte Ulrich gegenüber der MZ.  Der ganze Beitrag
 

Der Grund für die Eile könnte darin liegen, dass dem Burgenlandkreis die Felle in Sachen STARKIII davonschwimmen, denn: STARKIII will ja eine verlässliche Aussage zur Bestandsfähigkeit zu fördernder Objekte und diese heißt mindestens 100 Schüler im Jahre 2030...

Noch ein Problem: Bildung von Anfangsklassen. Hier schlägt die geforderte Mindestschülerzahl von 15 zu Buche, was erneut zeigt, wie sinnlos dieser Wert. Er zwingt Schulen und damit die entsprechenden Dörfer permanent in einen Ausnahmestatus.

Folgende Schulen werden wackeln:
Karsdorf
Prittitz 2015 geschl.
Schnaudertal weil es nach bisherigen Erkenntnissen nur zehn Einschüler gibt.
Rippach bleibt ein Wackelkandidat.
Großgörschen, zu wenig Einschüler ab 2018/19
Rehmsdorf
Kretschau

Tagewerben zu wenig Einschüler

Gerade im Burgenlandkreis wird deutlich, dass sich mit einem reinen Zahlenwerk, was Mindestschülerzahlen betrifft, KEINE verlässliche Schulplanung machen lässt. 

Vor allem aber bleibt die Tatsache:  OHNE Rechtsgrundlage, sondern nur vom Hören sagen aus irgendwelchen Ministerien oder bespickt mit Infos von Landtagsabgeordneten ein wird ein Schulnetz geplant, ohne die Sicherheit zu haben, dass diese Verordnung auch in der angekündigten Form auf den Weg kommt.... 

DAS ist das Trümmerfeld, über welchem verlässliche Schule geplant werden soll.  Dabei könnten alle diese Schulen problemlos gehalten werden:


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen