Google+ Aktionsbündnis Grundschulen vor Ort Sachsen-Anhalt: Schülerbeförderung: Was passiert da eigentlich mit unseren Kindern?

Mittwoch, 19. März 2014

Schülerbeförderung: Was passiert da eigentlich mit unseren Kindern?



Basis ist die verlinkte Tabelle, hier nun in einer anderen Form zusammengestellt. Das heißt nun nicht, dass Kinder grundsätzliche so viel reisen. Es handelt sich jedoch um den gesetzlich gedeckelten Rahmen, der Kindern und Eltern grundsätzlich zugemutet werden kann! 

Wenn man  neben der reinen Fahrzeit die zulässigen Warte- und Umsteigezeiten/Tag rechnet, kommt man auf erschreckende Werte und nur dank dieser unglaublichen Zeitfenster ist es möglich, überhaupt diese Schulschließungen anzudenken.


Kreis
Fahrzeit Hin und zurück
Wartezeit vor und nach der Schule
Umsteigezeit
Total
Saalekreis
90 Min.
90 Minuten
30 Minuten
210 Minuten
Wittenberg
90 Minuten
90 Minuten
--
180 Minuten
Anhalt Bitterfeld
60 Minuten
80 Minuten


140 Minuten
Burgenlandkreis
60 Minuten
60 Minuten
30 Minuten
150 Minuten
Salzlandkreis
90 Minuten
90 Minuten
30 Minuten
210 Minuten
Stendal
60 Minuten
60 Minuten
2+2 km (40 Min.) Fußwegstrecke
160 Minuten
MSH
120 Minuten

Wartezeit vor und nach Unterricht
offen!!!
60 Minuten

30 Minuten


210   Minuten

Börde
80 Minuten
90 Minuten
40 Minuten
210 Minuten
Harz *
-----------
60 Minuten
------------------
---------------------
Salzwedel *
-------------
----------------
-------------------
---------------------
Jerichower Land*
90 Minuten
---------------
-----------------
--------------------
* unbrauchbar, da nicht aussagekräftig!

Das klingt doch etwas anders, als die Aussagen von Herrn Dorgerloh, anlässlich der aktuellen Debatte in der Landtagsitzung vom Februar: 90 Minuten Richtwert für Hin- und Rückfahrt. ....

Nochmals zur Erinnerung: Wir sprechen hier von Kindern der Altersgruppe 6-10 Jahren.!!!  Ja, wir leben im "Land der Frühaufsteher" - oder wie auf einem unserer Plakate und in einer Karikatur vermerkt wird: "Früh übt sich, wer ein Sachsen-Anhalter werden will". Wir meinen, unsere Kleinen haben bessere Rahmenbedingungen für den Beginn ihrer schulischen Laufbahn verdient, als das, was sich nun mit der Schulentwicklungsplanungvserordnung SEPL-VO2014 und deren Rahmenbedingungen abzeichnet.


Die bevorstehenden Schließungen von 75 - 120 Schulen in den kommenden fünf Jahren bedeuten für Tausende von Kindern und deren Familien einen abrupten Einschnitt in die Lebensbedingungen. Altersdurchmischtes Lernen ermöglicht ortsnahe Beschulung und verhindert stundenlange An- und Rückreisen. Der ländliche Raum bleibt für Kinder Bildungsraum, wird nicht zum Transportraum.

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