Google+ Aktionsbündnis Grundschulen vor Ort Sachsen-Anhalt: EU Fördergelder (1): Ausdünnung, wo Entwicklung und Stützung vorgesehen wäre

Sonntag, 29. September 2013

EU Fördergelder (1): Ausdünnung, wo Entwicklung und Stützung vorgesehen wäre

Grundschule Angern
Angekündigt wurde diese ganze Entwicklung durch die so genannte Bauhaus-Studie, eine durch Regierungsgelder alimentierte Stiftung, welche das Szenario 2050 entwarf und dabei zu folgenden Schlüssen kam:

Oswalt: Es ist sinnvoll, bestimmte Gebiete aus der klassischen Daseinsvorsorge herauszunehmen. Das ginge soweit, dass auch Straßen stillgelegt würden. Die Menschen, die sich dort ansiedeln wollen, werden in die Eigenverantwortung entlassen. Für die Menschen die heute da bereits wohnen, müssen allerdings Übergangsmodelle gefunden werden.

Das heißt, die Menschen - etwa in der Altmark - rücken zusammen?
Oswalt: Genau. Die Erwartung ist schon, dass die Menschen sich längerfristig in bestimmten Siedlungsteilen konzentrieren. Wenn sie das nicht wollen, müssen sie, wie gesagt, die Verantwortung für ihre Existenz selbst übernehmen. Quelle
Grundlage dieser Äußerungen sind Zahlen, welche auf einer Bevölkerungsprognostik bis 2050 basieren. Erstaunlicherweise gibt es KEINE Studien und Programme zum Thema, wie man durch familienfreundliche Rahmenbedingungen diesen Prognosen innerhalb der nächsten 20 – 30 Jahre etwas entgegensetzen könnte. Dazu würde auch die Entwicklung des ländlichen Raumes gehören. Bayern, Sachsen, der voralpine Raum entwickelt zu dieser Thematik Konzepte, hat sie teilweise seit Jahrzehnten mit Erfolg umgesetzt.  
Bemerkenswert: Diese Beiträge erschienen im März 2013, 2 Monate, bevor die umstrittene Schulentwicklungsverordnung SEPL-VO2014 rechtskräftig wurde, vom Kultusminiserium jedoch seit Februar auf einschneidende Massnahmen im Grundschulbereich hingewiesen wurde.
In der Zwischenzeit wird in Sachsen-Anhalt  auch über eine Polizei-Reform debattiert, welche ebenfalls einen massiven Abbau und die Auflösung der ländlichen Stützpunkte anstrebt. Die Ausdünnung findet also  auf dieser Ebene genau so statt.
Das alles wird gekrönt von einer Diskussion, welche unsere Landesregierung auslöst: Ist Sachsen-Anhalt als Bundesland überlebensfähig, drängt sich ein Anschluss oder eine Auflösung auf? Quelle hier. Und Kommentar.
Dasselbe Land verbuttert in den Jahren 2009-2019 formal rund 750 Mio € EU-Gelder in die Schaffung von Infrastrukturen, über deren Bestandesfähigkeit über 2025 hinaus sehr intensiv gestritten werden müsste..., ein wesentlicher Teil der Gelder unter dem Titel Stärkung des ländlichen Raums!!

Vieles deutet darauf hin, dass die Landesregierung bereits jetzt bemüht ist, Sachsen-Anhalt 2019 als möglichst schlanke, von jeglichem Übergewicht befreite Braut zu präsentieren und mangels Zukunftsperspektiven und eigenen Visionen irgendwie und irgendwo loszuschlagen.... Dazu gehört der Rückzug aus den ländlichen Regionen und die Konzentration auf drei vermeintlich blühende Oberzentren. 

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